Ferien auf KOA

Das Auto ist da. Unversehrt, wie mir mein fachkundiger Blick beim Rundgang um den Wagen im Hafen von Baltimore versichert. Reklamationen jetzt oder nie. Da alles in Ordnung ist, fahre ich los, Richtung Tankstelle. Zwanzig Minuten und 3 Gallonen Benzin (3×3,7 Liter) später bin ich immer noch zuversichtlich – bis ich den fetten Riss in der Frontscheibe entdecke. Beim Teutates! Warum ist mir der nicht im Hafen aufgefallen? Und nu? Woher eine VW-Werkstatt auftreiben? Ganz in der Nähe, wie ich beim Rumfragen erfahre. Also auf…

 

Leider kann mir Mr. Stiegmann (wohl deutsche Vorfahren) keine Scheibe besorgen. Caddy kennt man hier nicht, eine neue aus Germany einfliegen zu lassen, wäre „ridiculous expensive“, wie mir Stiegmann versichert. Aber er hätte schon schlimmere Risse gesehen, fahren könnte ich damit. Was bleibt mir anderes übrig. Also auf…

…zum Walmart! Wie der real bei uns. Nur größer und mehr Auswahl: Erdnussbutter, Angelruten, Waffenzubehör. Mein erster Einkauf sieht „nur das Nötigste“ vor:

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Noch ein kurzer Abstecher zu Subway, wo ich einen kleinen Softdrink ordere und das bekomme:

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Auf meinen Hinweis zum Verkäufer, das ginge in Deutschland als großer Softdrink durch, lacht dieser und ruft: „Welcome to america!“ Gestärkt geht es zum Ziel…

 

…zum KOA nahe Washington! Die Kampgrounds of America sind private Campingplätze, meist gut ausgestattet, dafür etwas teurer. Aber für die erste Nacht perfekt.

Campen ist was für Rentner oder Familien, so meine Erwartungen. Doch hier? Haufenweise Alleinreisende, jung und gut aussehend. OK, Spaß beiseite, es gibt nur Rentner und Familien. Dafür sehr nette. Vor allem Christian und Anita gehören dazu. Die beiden kommen aus der Schweiz, haben sich ihren Sprinter selbst zum Camper ausgebaut.

Schweizer Truck
Respekt!

Ich werde gleich zum Essen eingeladen, bei dem ich erfahre, was Christian an deutscher Sprache toll findet („Die Deutschen können Dinge einfach kurz und prägnant ausdrücken) und dass die Schweiz selbst manchen Schweizern mittlerweile zu teuer geworden ist.

Die Spaghetti schmecken perfekt (auch wenn Christian nicht zufrieden ist). Ich danke herzlich und gehe wieder rüber zu meinem „Wohnmobil“. Ein erster guter Tag „on the road“. Trotz kaputter Scheibe. Klebe ich halt morgen was drüber. Tipp von Christian.

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