Und falls wir uns nicht mehr sehen…

…guten Tag, guten Abend und gute Nacht!

Über 20 Jahre ist es her, dass „Die Truman Show“ in die Kinos kam. Mit Jim Carrey at its best. 20 Jahre später ist der Film immer noch ein Meisterwerk. Witzig, nachdenklich, mahnend. Ich hab ihn bestimmt schon sechs oder sieben Mal gesehen und bin immer noch begeistert.

Umso mehr freute es mich, zu erfahren, dass das Örtchen Seaside auf meiner Route nach New Orleans liegt. Seaside klingt nacht nach einem beschaulichen Örtchen an der See. Soweit richtig.

Seaside Seaside
Seaside heißt Seaside, weil’s ne Seaside hat.

Doch Seaside ist eben auch Drehort der „Truman Show“. Und tatsächlich sieht das Städtchen auch 20 Jahre später noch sehr nach der Kinokulisse aus. Man muss vom Zentrum nicht lange laufen, um zu Trumans Haus mit der Nummer 36 zu gelangen. Selfie ist natürlich Pflicht.

Die Straßenszene, in der Truman von einem herunterfallenden Scheinwerfer aufgeschreckt wird, sieht heute etwas anders aus.

Weiter geht’s mit einer Runde um den Kreisverkehr. Ein super Szene, in der Truman spontan einen (Aus-)Weg sucht und seine Frau Meryl damit zur Verweiflung bringt. Er entscheidet sich für einen Weg und wird jäh von einem plötzlichen Stau ausgebremst (der in der nächsten Szene gleich wieder weg ist).

Ebenso noch vorhanden ist der Laden, in der Truman seinen Kumpel Marlon in seinen schlimmen Verdacht einweiht.

Dabei wird er von einem Mitarbeiter des Ladens kritisch beäugt. Es ist Charlie Modica Jr.

Modica Leiter

Und der arbeitet heute noch in eben jenem Laden. Ob es viele Touristen gibt, die ein Foto mit ihm haben wollen, frage ich ihn. „A bunch of people“, antwortet er. Und lässt sich trotzdem bereitwillig mit mir fotografieren.

Modica

5 Monate habe das Filmteam in Seaside zugebracht, erzählt er. Aber immerhin gab es Geld – so dass davon eine Schule im Ort gebaut werden konnte.

Heute ist Seaside ein Badeort. Völlig am Reißbrett entworfen und erst 1979 aufgebaut.

Seaside Häuser

Fehlt nur noch ein Fußballverein. Vielleicht könnte ja Red Bull einspringen…RB Seaside…aber ich schweife ab.

Der Ort ist wirklich schön und wäre noch heute eine würdige Kinokulisse. Allerdings sollte man hier nur wohnen, wenn man zehnmal bei Schlag den Raab gewonnen hat. Oder eben Red Bull-Chef ist. Ein Häuschen am Meer kostet gerne mal 5 Millionen Dollar. Und es geht noch teurer.

Sandburgen
Manche Träume sind eben nur aus Sand gebaut.

Jim Carrey könnte sich ein Häuschen wohl locker leisten. Für mich gehts weiter Richtung Westen. Auf Wiedersehen, Florida…war mir ein Vergnügen.

Aber Moment…irgendetwas stimmt doch hier nicht…irgendwie hab ich das Gefühl, dass mir jemand bei meiner Reise zuschaut…von weit weg….

Ist vielleicht nur so ein Gefühl.

One Comment on “Und falls wir uns nicht mehr sehen…

  1. „Go west! In the open air
    Go west! Where the skies are blue“ (Kim Jong-Un). Wenn Du unterwegs Männer in Schutzanzügen nach einem Nuklearunfall triffst und sie Dich zum Umkehren bewegen wollen – ignorier sie!

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