WestCoastCalifornia

Life is a beach!

Von Los Angeles an die Küste ist es nur ein Katzensprung. Oder ne kurze Fahrt mit dem Caddy. Wer von der Megametropole an den Strand will, hat zahlreiche Alternativen. Südlich von L.A. bietet sich mit Venice Beach die vielleicht populärste Möglichkeit.

Wer nicht gleich am touristenüberlaufenden Boulevard anfängt, dem begegnet eine der vielleicht schönsten Wohngegenden der USA (hier einfach mal behauptet). Die „Venice Canals“ sind der Traum für alle, die an der Küste UND ruhig wohnen wollen.

Venice Kanäle

Die Idee, ein Venedig in Amerika entstehen zu lassen, hatte der Bauunternehmer Abbot Kinney schon 1905. Ist ihm gelungen.

Einen einheitlichen Stil gibt es nicht. Hier durften sich die Architekten austoben. Nur (Grill-) Terrasse und Bootsanleger haben alle Häuser.

Venice Kanäle Brücke

Ich habe nicht gefragt, was es braucht, um hier ein Haus zu besitzen. Ich denke aber, einige Millionen auf dem Girokonto zu haben, sollte Voraussetzung sein (ich habe kurz meinen Kontostand gecheckt…reicht nicht). Dann eben nur ein Spaziergang.

Venice Brücke
Das bin nicht ich. Das ist ein alter Mann mit Hund.

Die Venice Kanäle sind wahrscheinlich auch der einzige Ort auf der Welt, wo es einen Spielplatz nur für Enten gibt.

Ducks only
„Ducks only“. Hoffe, die Enten haben das genau gelesen…

Krasses Kontrastprogramm erwartet einen einige Straßen weiter. Denn da beginnt der Pazifik – und damit auch der Boulevard von Venice Beach.

Venice Promenade

Sonnenbrillen, Shirts, Fast Food und Nippes in Massenproduktion. Was sofort auffällt: Nicht nur die Touristen tummeln sich hier in Scharen – die Obdachlosen ebenso. Sie liegen am Strand, haben ein Zelt aufgebaut oder versuchen mit ihren wenigen Habseligkeiten ein schattiges Plätzchen zu erwischen.

Venice Totale

Wer kann, versucht sich in irgendeiner Street Art Performance oder einem Instrument. Die meisten können aber nicht – und hoffen, dass sich Touristen ihrer erbarmen. Angeblich soll es hier am Strand ein Obdach für die Obdachlosen geben – gesehen habe ich es nicht. Ich hoffe, es existiert. Fünf Dollar hab ich einem Mann gegeben, der für das „shelter“ sammelt. Ich hätte mehr geben sollen.

Unbeschwert durch Venice Beach zu flanieren, ist schwer. Am ehesten gelingt das, wenn man am Skaterpark Halt macht. Denn hier liefern jung und alt spektakuläre Performances ab.

Skaterboy

Selbst stolze Skaterdaddys sind mit ihrem Nachwuchs gekommen. Man muss ja früh anfangen…

 

Aber wer fleißig trainiert, scheint schon in kürzester Zeit sein Hand- bzw. Fußwerk beherrschen zu können, wie dieser Skaterboy unter Beweis stellt.

Skater Pro Kid

Nicht weniger Trubel herrscht nur wenige Meilen entfernt am Santa Monica Beach. Hier am Meer endet die historische Route 66.

Monica Route 66

Und wer das feiern will, kann das am (recht kühlen) Strand tun…

Santa Monica Beach

…oder gleich auf dem berühmten Rummelplatz nebenan.

Santa Monica Rummel

Wer hier einen entspannten Strandurlaub à la Spiekeroog erwartet, wird ziemlich enttäuscht. Meer, Burger, Karussell – amerikanische Freizeitgestaltung in Reinkultur. Aber eben so nah an der Großstadt, so praktisch.

Wesentlich ruhiger und auch schöner lässt sich am Malibu Beach verweilen.

Malibu Beach

Die Heimat der Surfer – und angeblich auch vieler Hollywoodstars. Hab aber keine gesehen. Also Stars. Surfer schon. Vielleicht waren da einige Stars darunter – Star Surfer quasi. Ich schweife ab…

Malibu und Santa Monica sind übrigens auch durch eine Serie bekannt geworden. Hier, diese eine mit Männern und Frauen in roten Badeklamotten…genau, „Baywatch“.

Die Küstengegend rund um Los Angeles ist eine Reise wert, keine Frage. Richtig wild romantisch wird es aber erst, wenn man den berühmten Highway Nummer 1 gen Norden fährt. Erst diese grandiosen Küstenpanoramen machen einen Amerika-Road-Trip wirklich komplett.

Highway1

Auch wenn man einen einstündigen Umweg fahren muss, weil der Highway 1 für acht Meilen gesperrt ist – es lohnt sich.

Vor allem wenn man dann noch Bekanntschaft mit ganz außergewöhnlichen Kreaturen machen kann.

Seeelefant

Direkt am Highway haben sich Seeelefanten im wahrsten Sinne des Wortes breit gemacht. Hunderte von ihnen. Und Seeelefanten haben anscheinend nur zwei Dinge im Sinn:

Chillen.

Seeelefantengruppe

Und Nachbarschaftsstreitigkeiten vom Zaun brechen.

Seeelefantenstreit
„Herr Dr. Klöbner!“ „Herr Müller-Lüdenscheid!“

Ein sehr faszinierendes Naturschauspiel – und das direkt am Highway.

Wer auf dem Weg nach San Francisco noch einen Stop machen will, dem sei die Gegend um Monterey zu empfehlen. Nettes Städtchen, in dem sich das kroosartige Last-Minute-2:1 ebenso bewundern lässt wie Küstenpanoramen.

Monterey Bucht

Auch hier tummelt sich Wildlife. Gerne auch mal ganz überraschend, direkt an einem Wanderweg.

Junghirsch
Dieser Junghirsch hatte keine Scheu vor mir. Vielleicht war er auch einfach nur kamerageil…

Die amerikanische Westküste ist hier in Kalifornien wirklich ein Augenöffner. Vom Clash der Kulturen an den Beaches nahe L.A. über den großartigen Highway 1 zur Küstenidylle.

Einziger Negativpunkt: Die Campgrounds sind zum Teil wesentlich teurer (und voller) als irgendwo sonst auf meiner Reise. Ich habe eine Campground-Mitarbeiterin nach dem Grund gefragt. Sie gab mir die einzige Antwort, die ich gelten lasse:

„This is paradise!“

 

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